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Müllers Mühle
Komödie von Christian Lange
Im Oktober 2010 verwandelte sich unsere Bühne von einer heruntergekommenen Mühle mit Ratten, Spinnweben und jede Menge Schmutz
in ein zauberhaftes kleines Restaurant oder auch in einen Gasthof, den ein Kriminalautor namens Müller, gespielt von Klaus Wallner, zusammen mit seiner Tochter Sabine, gespielt von Maria Rinderer, betreiben wollte.
Hauptverantwortlich für diese tolle Verwandlung der Bühne vom 1. bis zum 3. Akt war Susanne Domschke.
Im ersten Akt wird diese „alte Klitsche“ vom Immobilienmakler Wilfried Hauser, gespielt von Ralph Koschier, an Vater und
Tochter Müller verkauft. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der ganze Handel einen Haken hat, bzw. ein Nebenhaus, das bewohnt wird von einer alten Magd namens Anna, gespielt von Sonja Bahner. Anna besitzt ein
lebenslanges Wohnrecht auf dem Mühlengrund, doch lange wird ihr Leben wohl nicht mehr dauern, was diverse Hustenattacken direkt in Müllers Gesicht beweisen. Weil es Anna so schlecht geht, bekommt sie auch gleich
Besuch von der ansässigen Landärztin Johanna Johannes, gespielt von Christine Sperber, die sich liebevoll um sie kümmert. Auch Müller ist von der Landärztin angetan und vergisst fürs Erste die lästige alte Magd und
die aufdringlich - lustige Begrüßung durch den Bürgermeister Gustav Hintermoser, gespielt von Herbert Froschauer, und seiner Frau Berta, gespielt von Kerstin Christensen, und genießt mit Frau Doktor Johannes einen
Kaffee.
Im zweiten Akt schreibt der Autor, beflügelt von der Landluft, an seinem Krimi, wird aber jäh vom septischen Durchfall und
Geplapper der alten Magd Anna gestört. Besonders lustig und unterhaltsam für das Publikum wird die Grammophonszene, wo Anna den „Kriminalschreiberling“ mit Preußens Gloria beschallt und demselben nicht nur die
Stalltür zweimal auf den Kopf knallt. Sabine Müller geht inzwischen einkaufen und muss der alten Anna sämtliche Utensilien mitbringen. An den für Sabines Vater mitgebrachten Weinbrandbohnen verschluckt sich die alte
Magd. Die Hintermosers, Sabine und Dr. Johannes kommen hinzu und retten durch eine erzwungene, vom Müller ausgeführte Mund-zu-Mund-Bearbeitung deren Leben. Während der arme Heinz Müller von Frau Dr. Johannes eine
Tetanus-Spritze erhält, löschen die Hintermosers zusammen mit Herrn Hauser den Roman auf Müllers Laptop.
Der dritte Akt beginnt kurz vor der Eröffnung des Restaurants. Die Mühle ist saniert, der Biergarten hergerichtet, Annas
Nebengebäude hat eine Dusche erhalten und Herr Müller ist fertig mit seinem Roman – und den Nerven. Ausgerechnet am Eröffnungstag möchte nun Anna baden, nicht nur duschen, und bringt den ohnehin schon sehr
gereizten Müller nun völlig auf die Palme. Als nun noch die Hintermosers und Frau Dr. Johannes hinzu- kommen, eskaliert die Situation völlig: es kommen keine Hilfskräfte, die Küche wird mit Bier überflutet, eine
Ratte entdeckt und Müllers Laptop völlig zerstört. Die hilflosen Müllers verkaufen notgedrungen die Mühle unter Wert und verlassen das Grundstück. Dann erst eröffnet sich dem völlig überraschten Publikum die Farce,
die sich da abgespielt hat: Anna, die Hintermosers, der Immobilienmakler und Frau Dr. Johannes stecken unter einer Decke, sind alle miteinander verwandt und verschwägert und haben die Müllers reingelegt. Ihr
nächstes Objekt wird das nahe gelegene Forsthaus...
Mit Gisela Wallner hatten wir eine tolle Souffleuse. Maria Rinderer kümmerte sich um die Maske. Die An- und Absage wurde in das
Stück integriert und von Ralph Koschier, gemacht. Die Regiearbeit teilten sich Sonja Bahner und Susanne Domschke, sie haben die Spieler mit vielen Ideen und Anregungen zu Höchstleistungen angespornt. Sonja Bahner
übernahm auch noch die Inspizienz und die Kostüme. Kurt Bahner bekam Unterstützung bei der Technik, zusammen mit Stefan Rinderer durfte er das Publikum mit Klospülung und Marschmusik unterhalten. Sehr viel Spaß
hatten wir alle bei den lustigen Proben und den acht erfolgreichen Aufführungen.
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