|
Der bezahlte Urlaub Gaunerkomödie von Peter Landstorfer
Theres Herberger möchte aus dem Hof ein Agrarhotel machen, wovon Maria begeistert ist. Ihr Mann Sixt und auch der Knecht Simmerl
können sich dagegen gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass sich so ein Agrarhotel lohnt und bestehen darauf, dass alles so bleibt wie bisher. Überzeugt von ihren Ansichten gehen Maria und Simmerl
eine Wette ein. Als sich die ersten Gäste ankündigen, kümmern sich beide Parteien um ihre Empfangsdekoration, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Endlich ist es soweit. Mit einem Huhu und Hallöchen
betreten Thekla Döttelhoff, gespielt von Sonja Bahner, und ihr Göttergatte Dietmar Döttelhoff, gespielt von Klaus Wallner, die Bühne.
Zu Beginn des zweiten Aktes kehren die beiden Döttelhoffs von einer gelungenen Bergtour zurück und schwärmen von den Erlebnissen
während ihres Urlaubs in Bayern. Der weitere Verlauf ihrer Unterhaltung jedoch lässt erahnen, dass die beiden nichts Gutes im Schilde führen. Schlagartig nachdem die Herbergers nach ihrem Wocheneinkauf
zurückkehren, beginnt das große Gejammer. Während sich Sixt und Simmerl über die Beschwerden der Gäste amüsieren, zweifeln Theres und Maria daran, es den Gästen jemals Recht machen zu können. Und so
kommt es wie es kommen muss. Die Döttelhoffs wollen zur Freude der Männer vorzeitig abreisen. Nachdem klar wird, dass sie aufgrund der sorgfältig dokumentierten Mängel den Reisepreis kurzerhand auf Null
setzen und obendrein noch Schadenersatz durch ihre Anwältin geltend machen wollen, schlägt die Stimmung der Herbergers in blankes Entsetzen um.
So wird im dritten Akt der Bauernhof zum Gerichtshof. Richter Dr. Glatzeder, gespielt von Charly Neumeier, hat sich zum Augenschein
angekündigt. Mit seiner stimmgewaltigen Gerichtsschreiberin Fräulein Spitzer, gespielt von Gisela Wallner, kommt er aus Rosenheim angereist. Zur Überraschung der Herbergers wurde das Klägerehepaar
Döttelhoff verpflichtet, persönlich zum Augenschein-Termin zu erscheinen. In Begleitung ihrer Rechtsanwältin Dr. Melanie Berger, gespielt von Christine Sperber, erscheinen die beiden, um ihre Ansprüche
vor Ort geltend zu machen. Auf Wunsch der Kläger erfolgt im Anschluss an den Augenschein-Termin, der die eine oder andere Überraschung beinhaltet, die mündliche Verhandlung. Während Frau Dr. Berger die
wesentlichen Punkte der Klage nochmals aufführt, geben sich die Döttelhoffs noch siegessicher. Doch sie haben die Rechnung nicht mit Dr. Glatzeder gemacht. Die angeblichen Mängel werden als solche nicht
anerkannt und die Klage abgewiesen. Zutiefst empört über die bayerische Justiz und ihren verlorenen Prozess verlassen die Döttelhoffs samt Rechtsanwältin die Bühne. Zu guter Letzt muss Simmerl seine
Wettschuld einlösen und mit Schürze und Häubchen bekleidet den Herbergers, Dr. Glatzeder und Fräulein Spitzer das wohlverdiente Bier servieren. Wettschulden sind schließlich Ehrenschulden.
In der Ansage wurde nicht nur von Sonja Bahner und Maria Rinderer gejodelt, sondern auch vom Publikum. Dass das Essen auf den Tisch
kam, und jeder seine Requisiten hatte, dafür sorgte unsere Inspizienz Katja Froschauer.
Souffliert wurde von Gisela Wallner diesmal nicht nur hinter sondern auch auf der Bühne. Die Maske hat Maria Rinderer übernommen.
Die Technik kam diesmal wieder voll zum Einsatz und war in den besten Händen von Kurt Bahner und Stefan Rinderer. Mit einem Standbild und einer gegenseitigen Absage verabschiedeten sich die Spieler vom
Publikum. Bei dem wir uns ganz herzlich für den tollen Applaus und die lobenden Worte bedanken möchten.
|
|