Aktualisiert am
13.02.2012

Patzern und Premieren

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Von Patzern und Premieren
Ein sinniger Name, den sich die Theaterverrückten da ausgedacht hatten:

"Lampenfieber"

  stand nicht nur auf den Einladungen und Plakaten, Lampenfieber sorgte auch für Schweißperlen auf den Gesichtern der Darsteller und Beteiligten. Immerhin: eine Doppelpremiere stand im März 1998 an. Die unbekannte neue Gruppe stellte sich erstmals dem Publikum vor und hatte sich den "Ewigen Spitzbua" für ihr Debüt auserkoren.

  Dank Mundpropaganda bei Freunden und Verwandten war der Saal beim Brückenwirt brechend voll. Und alles ging gut. Das Publikum lachte an den richtigen Stellen, die Requisiten lagen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und - last but not least: die Darsteller kamen ohne Haspler durch ihre Texte.

  Der anschließende Applaus ist heute noch allen in guter Erinnerung: "Es war traumhaft", erinnert sich Sonja Bahner, sie sei "schwebend" nach Hause gegangen. Lampenfieber wird sehr stark durch das Echo von außen motiviert, "schließlich wollen wir, dass es dem Publikum gefällt". Bislang sind ihnen Buh-Rufe und Pfiffe erspart geblieben. Dass dies so bleibt, steht im Vordergrund der Probenarbeit. Auch wenn der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, wird hier ernsthaft gearbeitet.

  Das Volksstück "Die Geisterbraut" von Hannes Bauer ist das aktuelle Projekt der Truppe und am dritten, vierten und letzten Oktoberwochenende wie inzwischen schon gewohnt auf der Bühne des Brückenwirts in Höllriegelskreuth zu sehen. Dann wird wieder geschwitzt. 

UTE LOHSE